Persönliches

Zahlen wirken, wenn sie dabei helfen, Entwicklungen zu verstehen und Zusammenhänge sichtbar zu machen. Als Interim-Experte verbinde ich meine Erfahrung im Controlling mit einem ausgeprägten Gespür für Prozesse. So werden aus Daten Entscheidungen, die alle mittragen.

Während meiner Zeit in der Wirtschaftsprüfung wurde mir bewusst, dass ich nicht von außen auf Unternehmen schauen, sondern Entwicklungen aktiv mitgestalten möchte. Mein Weg führte mich deshalb ins Controlling, an die Schnittstelle zwischen Management und operativen Bereichen. Dort lag mein Schwerpunkt zunächst auf der Geschäftsanalyse, später auf dem Aufbau unternehmensweiter Steuerungs- und Performance-Management-Systeme. Mittlerweile arbeite ich selbstständig als Interim-Experte und unterstütze Unternehmen beim Aufbau moderner Controlling-Strukturen.

Im Rahmen meiner Masterarbeit analysierte ich ein betriebswirtschaftliches Problem aus psychologischer Sicht. Dies machte deutlich, dass eine Zahl allein nicht genügt, sondern dass ihre Wirkung davon abhängt, wie sie dargestellt und vermittelt wird. Ich konnte mich schon immer dafür begeistern, vielschichtige Sachverhalte zu strukturieren und Abläufe so einfach wie möglich zu gestalten. Meine ersten Berührungspunkte mit Lean Management fühlten sich deshalb weniger wie eine neue Methode an als wie die Bestätigung einer Haltung, die ich längst mitbrachte. Mich interessiert daher nicht nur, wie Informationen ankommen, sondern auch die Prozesse dahinter.

Controlling verstehe ich deshalb nicht als Einzelaufgabe, sondern als zusammenhängenden Prozess. Mein Anspruch ist es, Lösungen so zu gestalten, dass die Fachbereiche sie eigenständig nutzen und weiterentwickeln können. So bleibt mehr Zeit für die eigentliche Steuerung.

Stationen, die mich geprägt haben

Universität Mannheim · Universität BayreuthUni Mannheim · Uni Bayreuth

Mein Interesse an gesamtwirtschaftlichen Zusammenhängen führte mich zunächst zum Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Während meines Studiums hatte ich die Gelegenheit, ein halbes Jahr an der Bilkent University in Ankara zu verbringen und mich dabei auf eine völlig neue Umgebung einzulassen. Für meinen Master wechselte ich anschließend an die Universität Bayreuth, um mich stärker mit betriebswirtschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Im Rahmen meiner Masterarbeit untersuchte ich, wie die Darstellung einer Kennzahl und die eigene Stimmung Risikoentscheidungen beeinflussen.

PricewaterhouseCoopers GmbH WPG

Den Grundstein meiner beruflichen Erfahrung legte ich als Wirtschaftsprüfungsassistent mit der Prüfung von Jahresabschlüssen von Finanzdienstleistern nach HGB und IFRS. Ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit war zudem die Bewertung interner Kontrollsysteme. Dabei lernte ich, Zahlen kritisch zu hinterfragen, und erkannte, wie wichtig gute Prozesse für die Nachvollziehbarkeit unternehmerischer Entwicklungen sind. In der Prüfung konnte ich diese Prozesse jedoch nur bewerten, nicht verändern. Je tiefer ich in die Abläufe der Unternehmen blickte, desto mehr reizte mich die Frage, wie man sie von innen heraus verbessert. Mit diesem Gedanken wechselte ich ins Controlling.

SGS Institut Fresenius GmbH

Als (Senior) Business Analyst verantwortete ich die monatliche Berichterstattung, regelmäßige Forecasts sowie die jährliche Budgetplanung. Ich gestaltete unternehmensinterne Prozesse und reduzierte durch die Entwicklung von Business-Intelligence-Lösungen den Zeitaufwand für das Reporting um die Hälfte. Darüber hinaus war ich an der Umsetzung eines globalen Projekts zur Einführung von Lean-Management-Strukturen beteiligt, bei dem unser Standort einer der weltweiten Pilotstandorte war. Dabei setzte ich mich intensiv mit dem Zusammenspiel von Kennzahlen, Prozessen und Verantwortlichkeiten auseinander und durfte die Ergebnisse auf Vorstandsebene präsentieren.

Deutsche Bahn Connect GmbH

Zentrale Bestandteile als Senior Performance Manager waren die Optimierung von Datenmodellen, die Gestaltung aussagekräftiger Dashboards sowie die Schaffung eines konsistenten Kennzahlensystems. Die Zerlegung einzelner Kennzahlen in ihre wesentlichen Einflussfaktoren und die Zuordnung zu den jeweiligen Hierarchieebenen war entscheidend für eine effektive Steuerung. In monatlichen Performancegesprächen mit den verantwortlichen Führungskräften zeigte ich Fehlentwicklungen frühzeitig auf und stimmte Gegenmaßnahmen ab. Als Projektleiter der Umrüstung von StadtRAD Hamburg nutzte ich ein kontinuierliches Monitoring, um den Fortschritt zu bewerten und rechtzeitig gegenzusteuern.

Mehr zum Projekt: Pressemitteilung der Stadt Hamburg

Interim-Experte für Controlling & Business Intelligence

Seit Ende 2024 bin ich als Interim-Experte selbstständig, um meine Erfahrung genau dort einzusetzen, wo sie gebraucht wird. Dabei verbinde ich Controlling, Business Intelligence und Prozessmanagement. Mich motiviert die Herausforderung einer schnellen Einarbeitung in bestehende Strukturen, Systeme und Fragestellungen sowie die Vielfalt der Unternehmen und Aufgaben. Gerade dieser Perspektivwechsel macht die Arbeit für mich so abwechslungsreich. Die Selbstständigkeit gibt mir zudem den Freiraum, eigene Interessen und Ideen zu verfolgen. So ist auch die Entwicklung dieser Website zu einem sehr kreativen Projekt geworden, das mich über viele Monate begleitet hat.

Kompetenzen und Werkzeuge

Controlling

Monats- & Jahresabschluss Reporting Forecasting Budgetplanung Investitionsrechnung Deckungsbeitragsrechnung Liquiditätsmanagement

Business Intelligence

DAX Power Query Power Apps Power Automate

Lean Management

Prozessanalyse Prozessmodellierung Prozessoptimierung 5S 3M Gemba PDCA

Projektmanagement

Wasserfall Meilensteine Risikoanalyse

Werkzeuge

Täglich im Einsatz

Power BI zertifiziert SAP CO/FI MS Office

Regelmäßig

Tagetik SAP FC/SD

Grundkenntnisse

Tableau

Meine Vision

Eine Organisation, die sich selbst steuert. Mitarbeitende, die in den Zahlen nicht Kontrolle, sondern den Beitrag ihrer täglichen Arbeit zum Unternehmenserfolg wiederfinden. Kontinuierliche Verbesserung wird dabei zum natürlichen Bestandteil des Arbeitsalltags.

Meine Mission

Ich unterstütze Menschen dabei, Zusammenhänge zu verstehen, ihre eigene Arbeit einzuordnen und daraus selbst Verbesserungen abzuleiten. Dafür verbinde ich fundierte Analysen, aussagekräftige Darstellungen, klare Prozesse und praxisnahe Trainings. So entstehen Strukturen, die sich in den Arbeitsalltag integrieren und eigenständig weiterentwickeln lassen.

Meine Werte

Zusammenarbeit auf Augenhöhe, offene Kommunikation und pragmatische Lösungen, die im Alltag Wirkung entfalten. Echte Veränderung entsteht dort, wo Menschen und Technologie zusammenspielen und der Wille vorhanden ist, Dinge kontinuierlich besser zu machen.

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Was auf keiner Zertifizierung steht

Was auf keiner Zertifizierung steht

Mich reizt der Moment, in dem aus einzelnen Puzzleteilen ein klares Bild entsteht. Als Interim-Experte kann ich auf Erfahrungen aus vielen Branchen, Fragestellungen und Arbeitsweisen zurückgreifen. Das hilft mir, Zusammenhänge zu erkennen, die von innen oft schwer zu sehen sind. Im persönlichen Austausch entstehen daraus individuelle Lösungsansätze, und aus einem Problem wird eine gemeinsame Aufgabe.

Mir ist wichtig, dass sich alle Beteiligten abgeholt fühlen. Deshalb beziehe ich die Fachbereiche früh ein, denn sie kennen ihre Prozesse und Probleme am besten. Statt einen fertigen Lösungsansatz vorzugeben, entwickeln wir ihn gemeinsam. Das erhöht die Akzeptanz und erleichtert das Lernen. Mein Ziel ist, dass neue Strukturen auch nach dem Mandat ohne mein Zutun Bestand haben.

Gute Frage, und eine, die ich lieber anderen überlasse. Deshalb kommt hier eine ehemalige Kollegin zu Wort.Mit Sebastian erhält man nicht nur geballte Datenexpertise, sondern auch einen Kollegen, mit dem die Zusammenarbeit einfach Spaß macht. Seine kollegiale, pragmatische Art verbindet analytische Tiefe mit einem klaren Blick für das Wesentliche. Er versteht es, komplexe Anforderungen auf den Punkt zu bringen, passende Lösungen zu finden und diese gemeinsam mit allen Beteiligten umzusetzen. Dabei stehen für ihn nicht nur die Daten, sondern vor allem die Menschen und ihre Anforderungen im Mittelpunkt.Riccarda Mark, Prozessmanagerin

Für mich ist Verständlichkeit wichtiger als Präzision. Um ein Problem zu lösen, muss es zunächst verstanden werden. Dazu gehört auch, nachzuvollziehen, warum bestehende Strukturen so gewachsen sind, wie sie sind. Ein gutes Verständnis davon, wo man steht und wo man hinwill, macht Veränderung möglich. Statt auf die letzte Nachkommastelle hinzuarbeiten, behalte ich deshalb lieber das Wesentliche im Blick, zumal sich Prioritäten oft verschieben, sobald erste Lösungsansätze umgesetzt sind.

Gerade in der Interimtätigkeit ist Neugier ein wichtiger Faktor. Während sich die Herausforderungen von Mandat zu Mandat unterscheiden, lerne ich jedes Mal ein neues Umfeld kennen und muss mich schnell in unbekannte Prozesse und Strukturen einarbeiten. Mit Neugier geht die Freude einher, sich immer wieder auf Neues einzulassen. So fällt die Einarbeitung deutlich leichter. Für mich ist Neugier deshalb keine nette Eigenschaft, sondern eine Grundvoraussetzung meiner Arbeit.

Manchmal braucht Kreativität Freiraum und Abstand, da man auch mal um die Ecke denken muss, um die passende Lösung zu finden. Ich betrachte eine Fragestellung gerne von allen Seiten. Ein Perspektivwechsel gelingt oft dann am besten, wenn der Kopf gerade nicht im Arbeitsalltag steckt. Die besten Ideen entstehen am Schreibtisch, aber auch in der Freizeit. Was am Freitag ein Problem war, ist am Montag vielleicht schon gelöst.

Der Hashtag steht dafür, dass ich es unkompliziert mag. Wo man sich auf Augenhöhe begegnet, wird offener gesprochen und Probleme kommen schneller auf den Tisch. Wer mit mir über Daten, Prozesse oder Kennzahlen spricht, darf das Sie deshalb gerne weglassen. Das macht Gespräche direkter und oft auch ein bisschen entspannter.

Wien ist eine Stadt mit kultureller Tiefe, die zugleich erstaunlich entspannt und lebenswert ist. Ich schätze die Architektur, in der Jahrhunderte Stadtgeschichte und das Aufeinandertreffen vieler Kulturen sichtbar werden. Das internationale Umfeld macht die Stadt bis heute lebendig. Dank der Gelassenheit und des Humors der Menschen wirkt sie dabei nie hektisch. Durchatmen kann man inmitten der vielen Grünflächen und vor allem im Prater, in dem man schnell auf andere Gedanken kommt.

Abseits von Zahlen tausche ich den Schreibtisch gegen Wanderschuhe und Rucksack. Als Outdoor-Guide begleite ich Gruppen von Alleinreisenden. Dabei stelle ich mich der Herausforderung, aus Fremden in kurzer Zeit ein eingeschworenes Team zu formen. In den Bergen, am Polarkreis oder beim Surfen in Indonesien kommt es darauf an, sich aufeinander verlassen zu können.

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Sebastian Fritz · Quanture · quanture.de/persoenliches/